Dass Insekten die artenreichste Tierklasse auf unserem Planteten sind, ist den meisten bekannt. Viele Menschen denken bei Insekten an lästige, flugfähige Krabbeltiere, die beim Frühstück stören oder den Schlaf rauben. Wir bewegen uns dieses Jahr auf sechs Beinen durch´s Biosphärenreservat und zeigen, dass Insekten noch viel mehr können…
Unsere Reise führt uns heute zu den Insekten im Winter.

Um die kalte Jahreszeit zu überstehen, haben Insekten verschiedene Strategien entwickelt.
Einige überwintern als Puppe, andere als Raupe oder als Ei.
Von den erwachsenen Insekten ziehen einige wie Zugvögel im Herbst nach Afrika, zum Beispiel der Distelfalter
Einen anderen Schmetterling kann man hingegen im Winter auch bei uns oft entdecken. In Kellern, Schuppen oder im Dachstuhl ist das Tagpfauenauge zu finden. Mit zusammengefalteten Flügeln tarnen sie sich durch die dunklen Flügelunterseiten. Findet man sie, lässt man sie einfach an diesem kühlen Ort. Man hilft ihnen nicht, wenn man sie in eine warme Umgebung bringt. Sie erwachen dann aus ihrer Winterstarre und verbrauchen unnötig Energie, die sie dann nicht wieder „auftanken“ können.


Auch Marienkäfer finden sich gelegentlich in unseren Häusern ein. Sie nutzen Mauerritzen, Dachsparren und ähnliche Hohlräume, um gut versteckt und vor Kälte geschützt den Winter zu überstehen. Bei angekippten Fenstern nisten sich die Käfer auch schon mal in den Fensterrahmen ein. Eng aneinander gedrängt können sie dort in größerer Zahl vorkommen. Wen die Käfer dort stören, der kann sie vorsichtig in einen größeren Laubhaufen umsiedeln.
Florfliegen fühlen sich ebenfalls in menschliche Behausungen wohl.
Man sollte sie einfach an Ort und Stelle belassen. Sie sind vollkommen harmlos und als Blattlausjäger äußerst nützlich.


Seit etwa zehn Jahren hat sich bei uns auch ein Neuankömmling aus Übersee verbreitet – die amerikanische Kiefernwanze.
Sie lebt an Nadelbäumen und ist für uns völlig ungefährlich.
Auch sie sucht geschützte Stellen in und an Häusern.
Wer Insekten im Allgemeinen helfen will, platziert Altholz und Steinhaufen im Garten. Mäht man die Wiese erst im nächsten Jahr und schneidet Stauden und Gehölze erst im Frühjahr, können die verbliebenen Pflanzenstängel als Winterquartier dienen.